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Karate ist eine Kunst mit unerschöpflichen Möglichkeiten |
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| Ein Vierteljahrhundert ist sie schon leidenschaftlich dabei: Schahrzad Mansouri (5. Dan Shotokan). Die seit 2000 hauptberuflich arbeitende A-Lizenz Erfolgstrainerin des Kata Talentkader ist zugleich Hessens Landestrainerin. Sie begann als Dreizehnjährige 1983 mit Karate und war von 1990 bis 2003 Mitglied im Nationalkader. Die erfolgreichste Kata-Athletin des Deutschen Karate Verbands war zwischen 1991 und 2000 neunmal Deutsche Meisterin und errang 1995 den Titel Vize-Europameisterin Kata. Von 1990 bis 1997 erkämpfte die gebürtige Iranerin neun Erste und Zweite Plätze bei verschiedenen internationalen Turnieren. Die Krönung ihrer sportlichen Laufbahn war die Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft 1996 in Südafrika. Bereits 1989 bestand die sympathische Powerfrau die Prüfung zum 1. Dan. 2008 wurde die bei BT Efthimios Karamitsos im Judokan Frankfurt e.V. täglich trainierende, und auch selber Training gebende, studierte Grafik-Designerin zum 5. Dan graduiert. Lernen Sie die sechsfache Shotokan Worldcup Siegerin, für die Karate eine Kunst mit unerschöpflichen Möglichkeiten darstellt, jetzt näher kennen. | |
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Wie hast Du als Dreizehnjährige Karate als Sportart für Dich entdeckt?
Zu dieser Zeit spielte ich noch Volleyball. Ein Bekannter nahm mich mit zum Karate. So entdeckte ich gewissermaßen durch Zufall meine Leidenschaft für unseren Sport. Ich lebte und trainierte damals in Bad Mergentheim. Was fasziniert Dich speziell an Karate? In erster Linie begeistern mich die Individualität und die Etikette. Aber auch die technische Vielfalt, die Bewegungsformen und die unerschöpflichen Möglichkeiten, die sich durch jahrelange Erfahrungen entwickelt haben und es noch tun, faszinieren mich sehr. Der Grundstein in Richtung Bundesjugendtrainerin wurde bereits während meiner aktiven Laufbahn gelegt. Ab 2000 arbeitete ich zuerst als Assistenztrainerin von BT Efthimios Karamitsos für den Bereich Schülerinnen und Schüler. Kurze Zeit später wurde mir die Position der Bundesjugendtrainerin Schüler übertragen. Ich bin überzeugt, dass die Jugend Vorbilder braucht, die aus der aktiven Wettkampflaufbahn kommen. |
| Welche Eigenschaften schätzt Du an Deinen Schülerinnen und Schülern? Diese Frage möchte ich differenziert beantworten und unterscheide hier zwischen Leistungssportlern (Kader) und Breitensportlern (Dojo). Am Talentkader schätze ich den Fleiß, die Willensstärke, sich selbst immer wieder verbessern zu wollen, die Motivation zur Leistung, die Ehrlichkeit und die Spontanität der jungen Sportler. Besonders die sehr jungen Karateka leisten heute Erstaunliches. Sehr viele Sportler, die ihren Weg im Schülerkader begonnen haben, gehören inzwischen zum festen Stamm des DKV Bundeskaders. Die Erfolge der letzten Jahre im Jugend- und Juniorenbereich, und inzwischen auch bei den Senioren, bestätigen den Fleiß und die gute Zusammenarbeit mit den jungen Sportlern und mit den Heim- und Landestrainern. Im Dojo bewundere ich die Karateka, die trotz immer höherer Anforderungen in Schule und Beruf noch Zeit und Begeisterung für das Karatetraining finden. Sie sind offen, Neues zu erlernen und sich weiter zu entwickeln. Genau dies beeindruckt mich in einer Zeit immer größerer Hektik und wachsender Freizeitangebote am meisten. Es scheint, dass Karate und das Training einerseits Energie aufbaut und andererseits ihnen ein wachsendes Bewegungsgefühl gibt. |
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Wie hast Du als Dreizehnjährige Karate als Sportart für Dich entdeckt? Zu dieser Zeit spielte ich noch Volleyball. Ein Bekannter nahm mich mit zum Karate. So entdeckte ich gewissermaßen durch Zufall meine Leidenschaft für unseren Sport. Ich lebte und trainierte damals in Bad Mergentheim. Was fasziniert Dich speziell an Karate? In erster Linie begeistern mich die Individualität und die Etikette. Aber auch die technische Vielfalt, die Bewegungsformen und die unerschöpflichen Möglichkeiten, die sich durch jahrelange Erfahrungen entwickelt haben und es noch tun, faszinieren mich sehr. Du arbeitest seit acht Jahren als Bundesjugendtrainerin mit dem Kata Talentkader. Wie verlief der Weg dorthin? Der Grundstein in Richtung Bundesjugendtrainerin wurde bereits während meiner aktiven Laufbahn gelegt. Ab 2000 arbeitete ich zuerst als Assistenztrainerin von BT Efthimios Karamitsos für den Bereich Schülerinnen und Schüler. Kurze Zeit später wurde mir die Position der Bundesjugendtrainerin Schüler übertragen. Ich bin überzeugt, dass die Jugend Vorbilder braucht, die aus der aktiven Wettkampflaufbahn kommen. |
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Welche Eigenschaften schätzt Du an Deinen Schülerinnen und Schülern?
Diese Frage möchte ich differenziert beantworten und unterscheide hier zwischen Leistungssportlern (Kader) und Breitensportlern (Dojo). Am Talentkader schätze ich den Fleiß, die Willensstärke, sich selbst immer wieder verbessern zu wollen, die Motivation zur Leistung, die Ehrlichkeit und die Spontanität der jungen Sportler. Besonders die sehr jungen Karateka leisten heute Erstaunliches. Sehr viele Sportler, die ihren Weg im Schülerkader begonnen haben, gehören inzwischen zum festen Stamm des DKV Bundeskaders. Die Erfolge der letzten Jahre im Jugend- und Juniorenbereich, und inzwischen auch bei den Senioren, bestätigen den Fleiß und die gute Zusammenarbeit mit den jungen Sportlern und mit den Heim- und Landestrainern. Im Dojo bewundere ich die Karateka, die trotz immer höherer Anforderungen in Schule und Beruf noch Zeit und Begeisterung für das Karatetraining finden. Sie sind offen, Neues zu erlernen und sich weiter zu entwickeln. Genau dies beeindruckt mich in einer Zeit immer größerer Hektik und wachsender Freizeitangebote am meisten. Es scheint, dass Karate und das Training einerseits Energie aufbaut und andererseits ihnen ein wachsendes Bewegungsgefühl gibt. |
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| Wie motivierst Du als Trainerin Deine Schülerinnen und Schüler zu Höchstleistungen? Ich versuche zunächst, den jungen Sportlern eine gesunde Einstellung zum Karate und zum Leben zu vermitteln. Das ist zunächst die Grundvoraussetzung. Die Mitglieder des Talentkaders sind bereits sehr motiviert (das setze ich voraus!), denn ohne Eigenmotivation gibt es keine Leistung! Meine Aufgabe ist es, ihre Motivation im positiven Sinne zu lenken und sie technisch „auf den Punkt“ zu bringen. Es gibt jedoch grundsätzlich viele Arten, sie noch mehr zu motivieren: durch Gespräche, durch das Vormachen, durch den Wettkampfgedanken, durch Lob und Anerkennung, durch Abwechslung im Training, durch Zukunftsperspektiven und durch das Zusammengehörigkeitsgefühl. Es ist heute nicht einfach, junge Menschen zu motivieren und zu gewinnen. Man darf nicht von oben herab mit ihnen sprechen, man muss auf ihre Ebene kommen, damit sie sich öffnen. Der Wettkampf ist natürlich sehr wichtig: er ist Motivation und Vergleich mit anderen Sportlern. Zusätzlich lege ich sehr viel Wert auf die Karate-Etikette, sie gibt jungen Menschen viel für das Leben. Diese beiden Elemente im Gleichgewicht zu halten, ist die Aufgabe des Trainers. Der Trainer im Jugendbereich hat durch die erzieherischen Aspekte eine viel größere Verantwortung, als im Erwachsenenbereich. Auch im Dojo-Training ist schon viel Eigenmotivation vorhanden. Ganz wichtig ist jedoch, egal ob Leistungs- oder Breitensport, den gegenseitigen Respekt nicht zu verlieren. Eine respektvolle und freundliche Atmosphäre ist die Basis für eine gute und motivierte Zusammenarbeit. Wie sieht Dein Trainingspensum in der Woche aus? Ich trainiere täglich, wobei Karate natürlich den größten Teil in Anspruch nimmt. Ergänzend laufe ich, im Sommer fahre ich Mountainbike. Zusätzlich mache ich auch Krafttraining. Mein Trainingspensum hat sich im Vergleich zu meiner aktiven Zeit kaum verändert. Natürlich trainiert man aufgrund der Erfahrung effektiver. Was sich aber nicht verändert hat, ist meine Leidenschaft für das Training. Welche Ziele möchtest Du im Karate noch erreichen? Ich versuche, meinen Schülerinnen und Schülern zu helfen, ihre gesteckten Ziele zu erreichen. Darin möchte ich sie motivieren und stärken. |
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Was magst Du an Menschen besonders, und was irritiert oder verärgert Dich?
Ich lerne immer wieder aufs Neue von Menschen. Oftmals gefällt es mir, manchmal irritieren mich aber auch ihre Verhaltensweisen. Neben Stärken besitzt jeder Mensch auch Schwächen. Siehst Du Veränderungsbedarf bei Dir? Zu meinen Schwächen zählt, auf solche Fragen nicht zu antworten. |
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Wenn Du Dein Leben noch einmal neu gestalten könntest, wie würde es aussehen? Ich bin sehr zufrieden mit meinem Leben, so wie es bisher verlaufen ist. Wahrscheinlich würde ich nichts anders machen, hätte ich noch einmal die Wahl. Welchen Ratschlag möchtest Du jungen Menschen für ihren Lebensweg mitgeben? Entdecke deine Leidenschaft und gehe deinen Weg ganz. Lasse dich nicht von Misserfolgen entmutigen. |
| Vielen Dank für das interessante Gespräch Wolfgang Adamek |
Fotos: Norbert Dopierala |