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Karate
ist gelebte Philosophie |
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Wie bist Du zum Karate als
Deine Sportart gekommen? Karate hatte mich als Jugendlicher schon immer interessiert. Nur fand ich damals noch keinen Verein, der es anbot. Also begann ich zuerst mit Judo. Ein Judoka machte nebenbei noch Karate und nahm mich mal mit zum Karatetraining. Das war 1967. Mein damaliger Trainer war Roland Hantzsche, unser heutiger DKV-Präsident. Welche Hobbys hast Du außer Karate noch? Ich fühle mich am Wasser sehr
wohl und besitze das Bodenseeschifferpatent. Sehr gerne verbringe ich meine
Freizeit mit meinem Sohn. Im Winter fahre ich gerne Ski und bin Mitglied in
einem örtlichen Schützenverein. |
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Was fasziniert Dich besonders an unserer Kampfkunst? Die Vermittlung ethischer Werte, wie Aufrichtigkeit, Bescheidenheit und Mut, und die daraus resultierende mentale Weiterentwicklung. Kara bedeutet eigentlich nicht leer, sondern frei zu sein von Vorurteilen. Ein Ziel ist die Einheit von Körper und Geist.Wo liegen Deine Schwerpunkte im Karate? |
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Ich freue mich über die Weiterentwicklung des Karate in Deutschland und der ganzen Welt. Vielleicht kann ich einen kleinen Beitrag hierzu leisten. Ebenso freue ich mich über die gute Gemeinschaft in unserem Dojo, zu der ich gerne beitrage. Wie motivierst Du Deine Karateka zu Höchstleistungen? Steht Sportkarate nicht im Widerspruch zur Idee des ursprünglichen Karate? |
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Wie kann das öffentliche Interesse an Karate in
Deutschland gesteigert werden? Karate hat aus meiner Sicht durch
zu viele Schützer und die veränderten Wettkampfregeln viel von seiner
ursprünglichen Form verloren. Es ist für Zuschauer heutzutage vermutlich nicht
mehr so spannend, da die Wettkampfregeln zu kompliziert und für Außenstehende
nicht verständlich sind. Ich denke, dass das Interesse
an Karate dadurch gesteigert werden kann, wenn jede/r Karateka selber ein guter
Mensch und damit Vorbild für andere ist.
Ich finde Freundlichkeit, Ehrlichkeit, Loyalität, Toleranz
und einen respektvollen Umgang miteinander sehr wichtig. Entsprechend gefällt
mir das Gegenteil davon nicht. |
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Neben Stärken besitzt jeder Mensch auch Schwächen.
Siehst Du Veränderungsbedarf bei Dir? Es gibt immer etwas positiv
zu verändern. Ich bin ein emotionaler Mensch und Karate hilft mir, meine
Emotionen zu zügeln. Durch das Training wird das Gleichgewicht immer wieder
hergestellt. Ich versuche glücklich zu sein und in Harmonie mit anderen
Menschen zu leben. Würdest Du in Deinem Leben
etwas anders machen, wenn Du das Rad der Zeit zurück drehen könntest? Auch ich habe Fehler in
meinem Leben gemacht und daraus lernen müssen. Aber würde man es besser machen,
wenn man nochmals von vorne beginnen könnte? Da ich gesund bin und viele
Freunde habe, bin ich zufrieden. Welchen Ratschlag möchtest Du jungen Menschen mit auf
ihren Lebensweg geben? Versuche immer, ein edler
Mensch zu sein. Sei ehrlich, bescheiden, mutig und respektvoll anderen
gegenüber. Das Wichtigste im Leben ist die Liebe und gute Freunde. |
| Herzlichen Dank für das Gespräch. Wolfgang Adamek |
Fotos: Norbert Dopierala |